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Aegypten-Halbmond-ueber-den-Pyramiden

Ägypten Halbmond über den Pyramiden

Montag, 27. Dezember 2004 

Schätze des Islam am Mittelmeer 
Ägypten - Halbmond über den Pyramiden 
Film von Gaby Imhof-Weber 
Bayerisches Fernsehen, 12.55-13.40 Uhr 

Seit dem 7. Jahrhundert dringen die Araber entlang der Küsten des Mittelmeers nach Westen bis ins Herz Europas vor, geben sich Hochburgen des Christentums wie Spanien, Italien, Sizilien für eine prächtige und turbulente Zeit in muslimische Hände; Nordafrika – einst eine Bastion der christlichen Kirche, bekennt sich für immer zum Islam – allen voran Ägypten. 
Der erste Teil der mehrteiligen Dokumentation von Gaby Imhof-Weber „Halbmond über den Pyrami-den“ beleuchtet die weitgehend unbekannte Kunst und Kultur des islamischen Ägyptens. 
In dem einst christlichen Land am Nil führt ein innerkirchlicher Streit zur Spaltung: Die Kopten – die Christen Ägyptens – werden von ihren Glaubensbrüdern verdammt und aus der Kirche ausgestoßen. Sie feiern die arabischen Eroberer geradezu als Befreier. 
Unter der Dynastie der Fatimiden entwickelt sich Kairo zum Herzen des gesamten Mittelmeerraumes, zum größten urbanen Zentrum des Orients. Alchemistische Versuche, Porzellan nachzuahmen, erschaffen den legendären überirdischen Goldschimmer der Lüsterkeramik. 
Wundergeschichten umgeben die sagenumwobene Reinheit ägyptischen Glases und Kristalls. Wer an den Palästen Europas etwas auf sich hält, besitzt einen Abglanz der fatimidischen Pracht. 
El-Kahiro – Kairo, die Siegreiche – wird eine Stadt der Reichen und eines nahezu unvorstellbaren Luxus. 
Die Schätze der islamischen Altstadt Kairos stehen heute unter dem Schutz der UNESCO. 
Inmitten all der Denkmäler erhebt sich die älteste, bis auf den heutigen Tag ununterbrochen lehrende Universität der Welt – Al Azhar. Sie gilt als eine der bedeutendsten Hochschulen der islamischen Welt. Seit über 1 000 Jahren wird hier der Koran interpretiert. 
Nach den Wirren der Kreuzzüge wird Kairo unter der Mamluken-Herrschaft noch einmal Zentrum des islamischen Reiches, erlebt sein goldenes Zeitalter. 
Die mamlukische Totenstadt gehört zu den schönsten des islamischen Kulturkreises. Die Kuppel wird zum dominierenden Element der Baukunst, die Steinmetzkunst gipfelt in Sterngeflechten und filigranen Arabesken. 
Inmitten der quirlenden Handelsmetropole entstehen erlesene Prachtbauten. Die Moschee des Sultans Hassan mit den höchsten Minaretten der Stadt wird zum Wahrzeichen Kairos. Die schönsten Marmor-arten werden in bunten Mustern verlegt, gemeißelte Arabesken umrunden die Wände, Türen werden üppig mit Metallbeschlägen verziert, Holzpanele bemalt, Balken vergoldet. Die Moscheen und Mausoleen dieser Zeit werden zu wahren Schatzkammern der Kunst. Für seine Tauschierkunst und seine unverwechselbaren Teppiche wird Ägypten im ganzen Abendland berühmt. Die Teppiche schmücken die Paläste der Medici. Auch die Buchmalerei erreicht ihre höchste Blüte, prächtig illustrierte Koranausgaben entstehen und im Wetteifer damit die Kunstdes Buchbindens. Neben den Sultanen treten nun auch die Emire als Kunstmäzene und Bauherren auf. Aufwändige Palast- und Gartenbauten entstehen, doch die Verschwendungssucht und Korruption und der Druck der Seldschuken führen zum Untergang der Dynastie. Der Film, der nach dem 11. September 2001 und während des Fastenmonats Ramadan gedreht wurde, gewährt durch den Zauber seiner eingefangenen Stimmungsbilder nicht nur besondere Ein-blicke in einige der herausragendsten Schätze des Islam, sondern versucht darüber hinaus zu einem größeren Verständnis der oft zu gegensätzlich beschriebenen Geisteshaltungen zwischen Okzident und Orient beizutragen.

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