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Das Gold aus Tausendundeiner Nacht

 

Dienstag, 28. September 2004

ZDF Expedition: Goldfieber
Das Gold aus Tausendundeiner Nacht
Film von Jaqueline Christ und Andreas Orth
ZDF, 15.15 Uhr

Sagenumwoben ist das Gold der Kalifen. Doch in ihren Reichen gab es keine eigenen Vorkommen. Woher kam das Gold? Die Spur führt in die westafrikanische Republik Mali, die heute zu den ärmsten Ländern der Welt zählt. Ein arabischer Bericht aus dem Jahre 1336 erzählt von einem afrikanischen König, der 1324 mit 8000 Mann und 100 Ladungen Gold eine Pilgerfahrt nach Mekka unternahm und auf dem Weg dorthin in Kairo Station machte. Der König warf so verschwenderisch mit seinem Gold um sich, dass sich der Goldpreis noch nicht wieder erholt hatte, als zwölf Jahre später der Bericht entstand. Der Name des schwarzen Königs: Kanga Mussa. Auf einer Karte aus dem 14. Jahrhundert ist er abgebildet: auf einem Thron im Zentrum Afrikas sitzend, in der Hand einen Klumpen aus glänzendem Gold.
Bis ins 19. Jahrhundert barg Mali eine der letzten großen Herausforderungen für europäische Entdecker: die sagenhafte Stadt Timbuktu am Rand der Sahara, deren Betreten Unläubigen bei Todesstrafe verboten war. Hier, so erzählen es alte Quellen, herrsche märchenhafter Reichtum, die Straßen seien mit Gold gepflastert. Heute kämpft Timbuktu gegen das Verschwinden im Wüstensand. Der Schatz der Stadt liegt heute hinter knarrenden Türen verborgen – alte arabische Schriften, in denen die Filmemacher die Spuren zum Gold des Königs finden: die Beschreibung seiner Minen. Die Spurensuche beginnt entlang des Nigers, der Lebensader des Landes Mali. Ausgrabungen im Schwemmland des Flusses förderten tatsächlich Gold zutage – ein Zeichen für den regen Handel, der hier schon im 9. Jahrhundert getrieben wurde. Noch heute kündet die große Moschee von Djenné von jener Zeit, als sie das Zentrum einer blühenden Handelsstadt bildete. Arabische Kaufleute, vom Ruf des Goldes angelockt, brachten ihre Religion mit nach Mali und bekehrten bald die Herrscher zum Islam. Gold hat für die Malier heute noch eine magische Bedeutung – es ist die Verbindung zu den Ahnen. Die Schmiede, die das Gold bearbeiten dürfen, haben angeblich Zauberkräfte. Doch woher kam der begehrte Stoff?
Die Spur des Goldes führt weiter in das Buré, ein Gebiet südlich der Hauptstadt Bamako. Mit Hilfe eines halbnomadisierenden Stammes finden die Filmemacher die in den arabischen Berichten beschriebenen Minen: Löcher im Boden von bis zu zehn Metern Tiefe, ohne Streben und Balken, in denen Wanderarbeiter dem goldhaltigen Gestein mit einfachem Werkzeug zu Leibe rücken. Erst nach einer beeindruckenden Zeremonie erlaubt man den Filmemachern das Betreten der Goldminen. Drei Tonnen werden hier heute noch auf abenteuerliche Weise geschürft. Die Autoren sind am Ziel! Sie haben die Minen des schwarzen Königs wieder entdeckt. Die Minen, die das Gold für die geheimnisvollen Schätze aus Tausendund-einer Nacht nach Arabien lieferten.

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